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Aviäre Influenza / Geflügelpest

Geflügelpest, auch aviäre Influenza (AI) oder Geflügelgrippe genannt, ist eine hochansteckende Viruskrankheit, die bei zahlreichen Vogelarten auftritt.
Man unterscheidet bei den aviären Influenzaviren grundsätzlich zwischen den so genannten niedrig pathogenen ("wenig krank machenden") und den hoch pathogenen ("stark krank machenden") Influenzaviren.
Eine Infektion mit hoch pathogenen aviären Influenzaviren (HPAI) kann bei Nutzgeflügel, wie zum Beispiel bei Hühnern oder Puten, zu hohen Tierverlusten führen. Niedrig pathogene aviäre Influenzaviren (LPAI) rufen dagegen oftmals nur geringe bis gar keine Krankheitsanzeichen hervor. Diese Viren können sich jedoch zu hoch pathogenen Viren entwickeln.
Eine Infektion mit hochpathogenen aviären Influenzaviren (HPAI) von den Subtypen H5 oder H7 wird als Geflügelpest bezeichnet.
Weitere ausführliche Informationen über Geflügelpest lesen Sie hier.


Aktuelle Lage zur Aviären Influenza

Stand: 20.01.2020

Aktuelle Ausbrüche

Das FLI geht davon aus, dass sich das HPAI-Virus in Europa und in Deutschland immer noch in der Wildvogelpopulation hält.

Influenza A Nachweise bei Wildvögeln in Niedersachsen

Im Jahr 2019 wurden 874 Proben im Wildvogel-Monitoring untersucht. Seit September 2019 ist ein Anstieg der Influenza A Nachweise zu beobachten. Im September wurde in 15 und im Oktober in 7 Proben Influenza A Virus nachgewiesen, darunter in zwei Fällen Aviäre Influenza vom Subtyp H5 LPAI.

Im Januar 2020 wurde eine erlegte Stockente aus dem Landkreis Cuxhaven Influenza A Virus des Subtyps H5N3 LPAI nachgewiesen.

Ausbrüche der Geflügelpest in Deutschland in Geflügelbeständen

In Deutschland wurden seit September 2018 keine hochpathogenen Aviären Influenzaviren (HPAI) in Geflügelbeständen nachgewiesen.

In Deutschland wurden seit April 2019 keine niedrigpathogenen Aviären Influenzaviren (LPA) in Geflügelbeständen nachgewiesen.

Ausbrüche der Geflügelpest in Deutschland bei Wildvögeln

Das Land Brandenburg meldete am 20.01.2020 den Ausbruch der Geflügelpest bei einem Wildvogel. Bei einer totgefundenen Blessgans aus dem Landkreis Spree-Neiße wurde das Influenza A Virus des Subtyps H5N8 HPAI festgestellt.

Ausbrüche der Geflügelpest (Influenza A - HPAI) in Europa

Polen meldet seit Ende Dezember 2019 verschiedene Ausbrüche der Geflügelpest. In 11 Geflügelbetrieben wurde Influenza A des Subtyps H5N8 HPAI festgestellt. Hauptsächlich sind putenhaltende Betriebe betroffen, aber auch Betriebe mit Legehennen, Perlhühnern, Zuchtgänsen und zwei Hobbyhaltungen mit Hühnern und Wassergeflügel. Die ersten Ausbrüche wurden aus dem Landkreis Lubartowski (im Osten Polens) gemeldet. Der bisher letzte Ausbruch wurde am 13.01.2020 bei einem Betrieb mit 22.629 Puten im Alter von 13 Wochen aus dem Landkreis Westpommern, ca. 35 km von der deutschen Grenze entfernt festgestellt.

Weitere von Geflügelpest betroffene Länder sind Ungarn mit zwei Ausbrüchen in großen kommerziellen Geflügelhaltungen (Puten und Enten), die Slowakei mit zwei Ausbrüchen in Hobbyhaltungen (Hühner in Freilandhaltung), Rumänien mit zwei Ausbrüchen in kommerziellen Legehennenhaltungen und die Tschechische Republik mit einem Ausbruch in einer Hobbyhaltung.

Maßnahmen zum Schutz vor Geflügelgrippe

In Niedersachsen wird auch 2020 ein intensives Monitoring zum Vorkommen von aviären Influenzaviren bei Wildvögeln und Geflügel durchgeführt. Das Probensoll für das Jahr 2019 wurde wieder erfüllt.

 

Ein Verdacht auf Vogelgrippe ist bei dem jeweils zuständigen Veterinäramt zu melden. Auch das vermehrte Vorkommen toter Wildvögel, insbesondere von Enten und Gänsen, sollte dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.

Noch immer ist es besonders wichtig, dass vor allem Putenhalter Vorsorge treffen, um ihre Geflügelbestände vor einem Erregereintrag zu schützen. Dazu gehört vor allem eine konsequente Einhaltung und Optimierung der Biosicherheitsmaßnahmen.

 
Puten im Stall
Informationen für Jäger

 Merkblatt für Jäger
(0,07 MB)

weitere Informationen zur Geflügelpest

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