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Aviäre Influenza / Geflügelpest

Geflügelpest, auch aviäre Influenza (AI) oder Geflügelgrippe genannt, ist eine hochansteckende Viruskrankheit, die bei zahlreichen Vogelarten auftritt.
Man unterscheidet bei den aviären Influenzaviren grundsätzlich zwischen den so genannten niedrig pathogenen ("wenig krank machenden") und den hoch pathogenen ("stark krank machenden") Influenzaviren.
Eine Infektion mit hoch pathogenen aviären Influenzaviren (HPAI) kann bei Nutzgeflügel, wie zum Beispiel bei Hühnern oder Puten, zu hohen Tierverlusten führen. Niedrig pathogene aviäre Influenzaviren (LPAI) rufen dagegen oftmals nur geringe bis gar keine Krankheitsanzeichen hervor. Diese Viren können sich jedoch zu hoch pathogenen Viren entwickeln.
Eine Infektion mit hochpathogenen aviären Influenzaviren (HPAI) von den Subtypen H5 oder H7 wird als Geflügelpest bezeichnet.
Weitere ausführliche Informationen über Geflügelpest lesen Sie hier.


Aktuelle Lage zur Aviären Influenza

Stand: 13.09.2019

Aktuelle Ausbrüche

Das FLI geht davon aus, dass sich das HPAI-Virus in Europa und in Deutschland immer noch in der Wildvogelpopulation hält.

Ausbrüche der Geflügelpest (HPAI H5N6) in Deutschland in Geflügelbeständen

In Deutschland wurden seit September 2018 keine hochpathogenen Aviären Influenzaviren (HPAI) in Geflügelbeständen nachgewiesen.

In Deutschland wurden seit April 2019 keine niedrigpathogenen Aviären Influenzaviren (LPA) in Geflügelbeständen nachgewiesen.

Ausbrüche der Geflügelpest (HPAI H5N6) in Deutschland bei Wildvögeln

In Deutschland wurden seit April 2019 keine hochpathogenen Aviären Influenzaviren (HPAI) in Wildvögeln nachgewiesen.

Ausbrüche der Geflügelpest (HPAI H5N6 und H5N8) in Europa

In Europa wurden seit April 2019 keine hochpathogenen Aviären Influenzaviren (HPAI) nachgewiesen.

Im August 2019 meldete Italien einen LPAI-Ausbruch in einem Bestand mit 2.100 Masthähnchen in Modena (Region Emilia-Romagna).

In Belgien gab es von April bis Juli 2019 mit 82 betroffenen Geflügelbeständen ein großes LPAI H3N1-Ausbruchsgeschehen. Trotz der niedrigen Pathogenität kam es zu schweren klinischen Symptomen. Es wurden umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen. Der Serotyp H3 ist in der EU nicht reglementiert, was eine schnelle Bekämpfung erschwerte.

Maßnahmen zum Schutz vor Geflügelgrippe

In Niedersachsen wird auch 2019 ein intensives Monitoring zum Vorkommen von aviären Influenzaviren bei Wildvögeln und Geflügel durchgeführt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden bisher 247 Proben imIn diesem Jahr wurden bisher über 370 Proben im Wildvogel-Monitoring untersucht.

 

Ein Verdacht auf Vogelgrippe ist bei dem jeweils zuständigen Veterinäramt zu melden. Auch das vermehrte Vorkommen toter Wildvögel, insbesondere von Enten und Gänsen, sollte dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.

Noch immer ist es besonders wichtig, dass vor allem Putenhalter Vorsorge treffen, um ihre Geflügelbestände vor einem Erregereintrag zu schützen. Dazu gehört vor allem eine konsequente Einhaltung und Optimierung der Biosicherheitsmaßnahmen.

 
Puten im Stall
Informationen für Jäger

 Merkblatt für Jäger
(0,07 MB)

weitere Informationen zur Geflügelpest

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