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Afrikanische Schweinepest

Stand: 01.12.2020



Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Die Afrikanische Schweinepest wurde am 10.09.2020 erstmals bei einem Wildschwein in Deutschland festgestellt. In Brandenburg, im Landkreis Spree-Neiße, Gemeinde Schenkendöbern, unweit der deutsch-polnischen Grenze wurde ein tot aufgefundenes Wildschwein positiv auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest getestet.

In der näheren Umgebung, v.a. im benachbarten Landkreis Oder-Spree wurden weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen festgestellt. Am 30.09.2020 wurde ca. 60 km nördlich, im Landkreis Märkisch-Oderland ebenfalls die ASP bei Wildschweinen nachgewiesen.

Westlich der ersten Funde im Landkreis Oder-Spree werden seit Ende Oktober weitere ASP-positive Wildschweine nachgewiesen.

Um die drei Gebiete wurden jeweils Kerngebiete eingerichtet, die von einem gemeinsamen gefährdeten Gebiet und einer Pufferzone umgeben sind.

Mit der Feststellung der ASP bei einem erlegten Wildschwein im Landkreis Görlitz am 31.10.2020 ist Sachsen als zweites Bundesland von der Afrikanischen Schweinepest betroffen.

Nähere Informationen finden Sie unter anderem auf der Internetseite des Friedrich-Loeffler-Instituts und auf der Internetseiten der Länder Brandenburg und Sachsen.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in den Wildschweinbeständen vieler Regionen Europas weiter aus (Ungarn, Polen, Belgien, Baltikum, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Slowakei, Serbien). In den betroffenen Ländern wurden vielfach auch Hausschweinebestände mit ASP infiziert. Das ASP-Geschehen in Asien setzt sich ebenfalls weiter fort.

Besonders hervorzuhebende aktuelle Entwicklungen des ASP-Geschehens finden Sie hier.

Die Risikobewertung zur ASP des Friedrich-Loeffler-Instituts vom 27.05.2020 finden Sie hier.

Bildrechte: FLI

Aktuelles Kartenmaterial zur ASP-Situation in Deutschland und Europa des Friedrich-Loeffler-Instituts finden Sie hier.


Eine aktuelle Karte mit den eingerichteten Restriktionsgebieten innerhalb der EU ist hier zu finden.

Was ist die Afrikanische Schweinepest?

Die Infektion mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) führt sowohl bei Haus- als auch bei Wildschweinen zu einer schweren Erkrankung die fast immer tödlich ist! Verursacht wird die Erkrankung durch ein Virus. Die Afrikanische Schweinepest ist anzeigepflichtig und kann klinisch nicht von der Klassischen Schweinepest (KSP) unterschieden werden. Da eine Ansteckung vornehmlich über Blut, bluthaltige Flüssigkeiten und bluthaltige Gewebe erfolgt, breitet sich die Infektion oftmals nur sehr langsam aus. Dabei reichen jedoch sehr geringe Blutmengen für eine Ansteckung aus.

Für den Menschen und andere Haustierarten ist die Afrikanische Schweinepest nicht gefährlich. Selbst der Verzehr infizierten Schweinefleisches birgt kein gesundheitliches Risiko! Ein Impfstoff gegen ASP ist nicht verfügbar!

Besondere Gefahren der Einschleppung der ASP aus den betroffenen Regionen:

  • Lebensmittel, die Schweinefleisch oder Wildschweinefleisch enthalten, welches nicht erhitzt wurde,
  • Teile von Schweinen oder Wildschweinen (z. B. Häute, unbehandelte Jagdtrophäen),
  • Gegenstände und Fahrzeuge, die Kontakt zu Schweinen oder Wildschweinen hatten (z. B. Kleidung, Jagdwaffen),
  • Lebende Schweine oder Wildschweine

Personen, die aus betroffenen Regionen zu uns kommen oder diese besuchen, müssen unbedingt auf die Gefahren der Verbreitung der ASP hingewiesen werden.
Bitte informieren Sie sich vor einer Auslandsreise, insbesondere vor einer Jagdreise, über den Tierseuchenstatus, wenn Sie Kontakt zu Haus- oder Wildschweinen haben werden.

Beachten Sie bitte die diversen Merkblätter am rechten Rand dieser Seite. Informationen zur Infektion mit dem Virus der ASP sind im Steckbrief zur ASP des Friedrich-Loeffler-Institutes zu finden.

Programm zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest und der Klassischen Schweinepest in Niedersachsen (ASP/KSP-Monitoring):

Da in der Regel nicht alle Tiere eines Bestandes gleichzeitig infiziert werden, können die ersten Symptome einer Infektion eines Bestandes mit ASP leicht übersehen werden. Bis zur Ausbreitung der Seuche im gesamten Bestand können abhängig von den betriebsspezifischen Gegebenheiten durchaus einige Wochen vergehen. Bei unklarem Krankheitsgeschehen im Bestand ist deshalb unbedingt frühzeitig eine Ausschluss-Diagnostik auf Schweinepest durchzuführen!

Das Niedersächsische Früherkennungsprogramm der Afrikanischen und Klassischen Schweinepest ruht auf mehreren Säulen. Es werden sowohl Haus- als auch Wildschweine untersucht. Besonders wichtig ist die Unterstützung durch die Tierhalter, die Tierärzte und die Jäger. Lesen Sie mehr ...

ASP-Früherkennungsprogramm zur Erlangung der Voraussetzungen für den sogenannten Status (bei ASP Ausbruch bei Wildschweinen):

Schweinehaltende Betriebe haben seit Beginn des Jahres die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis die Voraussetzungen für einen sog. Statusbetrieb zu erfüllen. Ein Status ermöglicht es Betrieben, die innerhalb gefährdeter Gebiete liegen, Schweine leichter in andere Betriebe oder zum Schlachthof zu verbringen.

Bei diesem ASP-Früherkennungsprogramm können teilnehmende Betriebe bereits jetzt die Voraussetzungen dazu erfüllen, dabei wird der Betrieb zweimal jährlich kontrolliert und es wird wöchentlich eine Untersuchung von verendeten Schweinen durchgeführt. Ziel ist es, bei Ausbruch der ASP bei Wildschweinen Schweine weiterhin aus gefährdeten Gebieten verbringen zu können. Näheres hierzu erfahren Sie hier.

Was können Schweinehalter gegen die Afrikanische Schweinepest tun?

Bei der Verhinderung der Einschleppung und ggf. der Verschleppung der Seuche kommt der Einhaltung strikter Hygiene-Richtlinien in der Schweinehaltung eine ganz entscheidende Rolle zu. Nähere Informationen finden Sie hier.


    Schweine in Suhle Bildrechte: Tierschutzdienst Niedersachsen
    Nachweis der ASP bei Haus- und Wildschweinen in EU- und ausgewählten Nicht-EU-Ländern

     Aktuelles ASP-Geschehen (Stand: 30.11.2020, 10.00 Uhr) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,08 MB)

    ASP Ausbruch beim Wildschwein - Vorbereitende Maßnahmen für Hausschweine

     Informationen für Jagdtouristen (Stand: 10/2020) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,31 MB)

     Informationen für Jäger (Stand: 10/2020) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,31 MB)

     Merkblatt zur Beprobung von Wildschweinen zur Früherkennung von Schweinepest (Faltblatt) (Stand: 02/2020) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,93 MB)

     Informationen für Tierärzte zum KSP/ASP-Früherkennungs- und Monitoringprogramm (Stand: 10/2020) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,34 MB)

     Informationen für Landwirte und Schweinehalter zum KSP/ASP-Früherkennungs- und Monitoringprogramm (Stand: 10/2020) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,42 MB)

     Informationen für Landwirte und Schweinehalter (Stand: 10/2020) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,21 MB)

     Merkblatt ASP für Saisonarbeitskräfte (02/2020) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,41 MB)

     Merkblatt ASP (englisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,44 MB)

     Merkblatt ASP (armenisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,33 MB)

     Merkblatt ASP (aserbaidschanisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,55 MB)

     Merkblatt ASP (bulgarisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,42 MB)

     Merkblatt ASP (georgisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,43 MB)

     Merkblatt ASP (lettisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,41 MB)

     Merkblatt ASP (litauisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,42 MB)

     Merkblatt ASP (polnisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,10 MB)

     Merkblatt ASP (rumänisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,10 MB)

     Merkblatt ASP (russisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,42 MB)

     Merkblatt ASP (tschechisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,48 MB)

     Merkblatt ASP (ukrainisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,66 MB)

     Merkblatt ASP (ungarisch) (nicht barrierefrei)
    (PDF, 0,42 MB)

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