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Afrikanische Schweinepest

Stand: 19.01.2022


Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Nachdem die Afrikanische Schweinepest am 15.11.2021 in einem Schweinebestand in Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Rostock nachgewiesen wurde, sind inzwischen auch Ausbrüche beim Wildschwein in Mecklenburg-Vorpommern, im Landkreis Ludwigslust-Parchim, ca. 50 km von der niedersächsischen Grenze nachgewiesen worden.

Am 10.09.2020 wurde die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen in Deutschland, in Brandenburg, unweit der deutsch-polnischen Grenze, festgestellt. Neben Brandenburg ist Sachsen seit dem 31.10.2020 und Mecklenburg-Vorpommern seit dem 24.11.2021 ebenfalls von der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen betroffen.

In diesem Jahr wurden zudem vier Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest bei gehaltenen Schweinen festgestellt. Betroffen waren drei Haltungen in Brandenburg (Juli 2021) sowie eine Mastschweineanlage in Mecklenburg-Vorpommern (November 2021).

Nähere Informationen finden Sie unter anderem auf der Internetseite des Friedrich-Loeffler-Institutsund auf der Internetseiten der Länder Brandenburg, Sachsen sowie Mecklenburg-Vorpommern. Auch das ASP-Geschehen in Europa breitete sich in diesem Jahr weiter aus. In den betroffenen Ländern wurden vielfach auch Hausschweinebestände mit ASP infiziert. Unten auf dieser Seite finden Sie eine tabellarische Übersicht über die ASP-Ausbrüche in Europa in diesem Jahr.
Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest Bildrechte: FLI

Aktuelles Kartenmaterial zur ASP-Situation in Deutschland und Europa des Friedrich-Loeffler-Instituts finden Sie hier.

Eine aktuelle Karte mit den eingerichteten Restriktionsgebieten innerhalb der EU ist hier zu finden.

Was ist die Afrikanische Schweinepest?

Die Infektion mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) führt sowohl bei Haus- als auch bei Wildschweinen zu einer schweren Erkrankung, die fast immer tödlich ist! Die Afrikanische Schweinepest kann klinisch nicht von der Klassischen Schweinepest (KSP) unterschieden werden. Da eine Ansteckung vornehmlich über Blut, bluthaltige Flüssigkeiten und bluthaltige Gewebe erfolgt, breitet sich die Infektion oftmals nur sehr langsam aus. Dabei reichen jedoch sehr geringe Blutmengen für eine Ansteckung aus.

Für den Menschen und andere Haustierarten ist die Afrikanische Schweinepest nicht gefährlich. Selbst der Verzehr infizierten Schweinefleisches birgt kein gesundheitliches Risiko! Ein Impfstoff gegen ASP ist nicht verfügbar!

Stand zur Impfstoffentwicklung (FLI, Stand: 18.11.2021)

Besondere Gefahren der Einschleppung der ASP aus den betroffenen Regionen:

  • Lebensmittel, die Schweinefleisch oder Wildschweinefleisch enthalten, welches nicht erhitzt wurde,
  • Teile von Schweinen oder Wildschweinen (zum Beispiel Häute, unbehandelte Jagdtrophäen),
  • Gegenstände und Fahrzeuge, die Kontakt zu Schweinen oder Wildschweinen hatten (zum Beispiel Kleidung, Jagdwaffen),
  • lebende Schweine oder Wildschweine, die sich bereits mit der Virusinfektion angesteckt haben.

Personen, die aus betroffenen Regionen zu uns kommen oder diese besuchen, müssen unbedingt auf die Gefahren der Verbreitung der ASP hingewiesen werden. Bitte informieren Sie sich vor einer Reise, insbesondere vor einer Jagdreise, über den Tierseuchenstatus, wenn Sie Kontakt zu Haus- oder Wildschweinen haben werden.


Für den Bereich „Wildschweine“ lesen Sie hier weiter

Für den Bereich „Hausschweine“ lesen Sie hier weiter


Beachten Sie bitte die diversen Merkblätter am rechten Rand dieser Seite.



Nachweise der Afrikanischen Schweinepest bei Haus- und Wildschweinen in Europa (Zeitraum 01.01.2021 bis 08.01.2022; Quelle: FLI)

Land Hausschweine Wildschweine
Bulgarien 1
120
Deutschland
0
78
Estland 0
7
Lettland
0 43
Litauen 0
11
Moldawien 0 0
Polen 0 177
Rumänien 22
59
Serbien 0
0
Slowakei 0 46
Ukraine 0
0
Ungarn 0 16
Italien
0
8
Nord Mazedonien
1
0
Gesamt 24
565

Hausschweine suhlen sich im Schlamm Bildrechte: © LAVES, Tierschutzdienst Niedersachsen
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