Afrikanische Schweinepest
Bereich Wildschwein
Stand: 29.01.2025
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Viruserkrankung mit erheblichen Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Jagd. Der Eintrag dieser Krankheiten in hiesige Schwarzwildbestände kann u.a. durch weggeworfene Speisereste (Wurst- und Fleischwaren), durch Wildschweinprodukte, den Jagdtourismus (kontaminierte Jagdkleidung und Ausrüstung) und das Mitbringen von Jagdtrophäen aus Regionen mit KSP/ASP-Ausbrüchen erfolgen. Wildschweine infizieren sich mit der ASP insbesondere über den Kontakt zu Fallwild. Auch der Übertragung durch Blut oder mit Blut kontaminierten Gegenständen kommt eine besondere Bedeutung zu. Nach einem kurzen Krankheitsverlauf von ca. 10 Tagen endet die Infektion meist tödlich. Das ASP-Virus ist dabei gegen Umwelteinflüsse sehr resistent und kann über lange Zeit zu weiteren Ansteckungen von Haus- und Wildschweinen führen.
Bei Ausbruch der ASP bei Wildschweinen werden um die betroffenen Gebiete Sperrzonen eingerichtet, in denen Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP sowie Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung ergriffen werden:
Infizierte Zone, ehemals gefährdetes Gebiet
Zusätzliche Sperrzone, Gebiet ohne ASP-Ausbrüche, Pufferzone.
Diese Gebiete werden im weiteren Verlauf des Seuchengeschehens als Sperrzone I (Pufferzone) und Sperrzone II (infizierte Zone) im Anhang der Durchführungsverordnung (EU) 2023/594 zur Bekämpfung der ASP aufgelistet.
Informationen für Jäger und Jagdtouristen finden Sie rechts in der Infospalte.
Programm zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest und der Klassischen Schweinepest in Niedersachsen (ASP/KSP-Monitoring):
Das Niedersächsische Früherkennungsprogramm der Afrikanischen und Klassischen Schweinepest ruht auf mehreren Säulen. Es werden sowohl Haus- als auch Wildschweine untersucht. Besonders wichtig ist die Unterstützung durch die Tierhalter, die Tierärzte und die Jäger. Lesen Sie mehr in unserem Artikel zu Früherkennungsprogrammen und Monitorings.
Hilfestellungen zur Probenahme können Sie dem Infoblatt rechts in der Spalte entnehmen!
Im niedersächsischen ASP-Monitoring für Wildschweine werden jährlich ca. 25 % der Jagdstrecke beprobt.
Bildrechte: © LAVES - created with CSF / ASF WILD BOAR SURVEILLANCE DATABASE (v2.8)
© LAVES - created with CSF / ASF WILD BOAR SURVEILLANCE DATABASE (v2.8)
Rote Punkte: Passives Monitoring (Unfallwild, Fallwild, krank erlegt)
Blaue Punkte: Aktives Monitoring (gesund erlegt)
Bildrechte: Haring
Digitale Anwendungen in der ASP Bekämpfung
WilKEA (Wildtier-Koordinaten-Erfassungs-App)
WilKEA ist ein digitaler Probenbegleitschein für Trichinproben und Blutproben für das ASP/KASP/AK-Monitoring. Mit dem Smartphon können dank WilKEA die niedersächsischen Jäger nun papierlos Ihre Angaben an die Behörden übermitteln. Die App ist kostenlos, es ist lediglich eine registrirung bei der veterinär Behörde notwendig. Nach dem Scannen der Wildursprungsmarke können der Fundort, die Daten des Wildschweins sowie die Probenahme-Daten hinterlegt werden.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zu WilKEA.
Bildrechte: © LAVES
WilMA (Wildtier-Management-Anwendung)
WilMA ist eine behördeninterne, webbasierte Anwendung zur Verwaltung von Fallwildsuchen nach einem ASP-Ausbruch. Innerhalb des Verwaltungsprogramms können über eine integrierte Kartenanwendung Suchgebiete, Fallwildsuchen sowie Zaunbauten geplant und Lagedarstellungen erstellt werden.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zu WilMA.