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Afrikanische Schweinepest

Bereich Hausschweine


Was können Schweinehalter gegen die Afrikanische Schweinepest tun?

Bei der Verhinderung der Einschleppung und ggf. der Verschleppung der Seuche kommt der Einhaltung strikter Hygiene-Richtlinien in der Schweinehaltung eine ganz entscheidende Rolle zu. Nähere Informationen finden Sie in unserem Infoblatt " Informationen für Landwirte und Schweinehalter" (pdf, nicht barrierefrei, 0,2 MB)


Programm zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest und der Klassischen Schweinepest in Niedersachsen (ASP/KSP-Monitoring):

Da in der Regel nicht alle Tiere eines Bestandes gleichzeitig infiziert werden, können die ersten Symptome einer Infektion eines Bestandes mit ASP leicht übersehen werden. Bis zur Ausbreitung der Seuche im gesamten Bestand können abhängig von den betriebsspezifischen Gegebenheiten durchaus einige Wochen vergehen. Bei unklarem Krankheitsgeschehen im Bestand ist deshalb unbedingt frühzeitig eine Ausschluss-Diagnostik auf Schweinepest durchzuführen!

Das Niedersächsische Früherkennungsprogramm der Afrikanischen und Klassischen Schweinepest ruht auf mehreren Säulen. Es werden sowohl Haus- als auch Wildschweine untersucht. Besonders wichtig ist die Unterstützung durch die Tierhalter, die Tierärzte und die Jäger. Lesen Sie mehr in unserem Artikel zu Früherkennungsprogrammen und Monitorings.

Ausbruch der ASP bei Hausschweinen

Nach einem Ausbruch der ASP bei Hausschweinen werden eine Schutzzone (3 km Radius um den Ausbruchsbetrieb) und eine Überwachungszone (10 km Radius um den Ausbruchsbetrieb) eingerichtet. Innerhalb dieser Sperrzonen gelten strikte Auflagen für die schweinehaltenden Betrieben, die u.a. ein Verbot der Verbringung beinhalten.

Ausbruch der ASP bei Wildschweinen

Auch Ausbrüche der ASP bei Wildschweinen haben zahlreiche Auswirkungen auf die Hausschweine. Vor allem ist mit Einschränkungen bei der Verbringung der Schweine in andere Betriebe oder zur Schlachtung sowie beim Verbringen von Fleisch, Produkten und Erzeugnissen zu rechnen.

ASP-Früherkennungsprogramm zur Erlangung der Voraussetzungen für den sogenannten Status:

Schweinehaltende Betriebe haben die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis die Voraussetzungen für einen sogenannten Statusbetrieb zu erfüllen. Ein Status ermöglicht es Betrieben, die innerhalb der Sperrzone liegen, Schweine leichter in andere Betriebe oder zum Schlachthof zu verbringen.

Bei diesem ASP-Früherkennungsprogramm können teilnehmende Betriebe bereits jetzt die Voraussetzungen dazu erfüllen, dabei wird der Betrieb zweimal jährlich kontrolliert und es wird wöchentlich eine Untersuchung von verendeten Schweinen durchgeführt. Ziel ist es, bei Ausbruch der ASP bei Wildschweinen Schweine weiterhin verbringen zu können. Näheres hierzu erfahren Sie in unserem Infoblatt "Informationen für schweinehaltende Betriebe" zum freiwilligen ASP-Früherkennungsprogramm" (pdf, nicht barrierefrei, 0,2 MB)

Krisenpläne der Wirtschaft

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest hat verheerende Folgen für die Schweineproduktion. Alle Ebenen von der Ferkelproduktion bis zur Fleischvermarktung sind von den Auswirkungen betroffen. Die enge Verflechtung der globalen Märkte und die enormen wirtschaftlichen Schäden durch seuchenbedingte Marktstörungen erfordern bereits in Friedenszeiten Präventionsmaßnahmen und Vorbereitungen auf den Seuchenfall. Im Krisenfall helfen zuvor erarbeitete Krisenpläne und Konzepte für einen möglichst reibungslosen Ablauf bis zur Wiederherstellung der Seuchenfreiheit. Für den Fall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest wurden bereits Muster-Krisenpläne in verschiedenen Arbeitsgruppen erarbeitet:

Muster-Krisenhandbuch ASP für Schlachtbetriebe:
Muster-Krisenhandbuch ASP für Tier-Warentransporte, Sammelstellen und Berater:
Krisenhandbuch ASP für Schweinehaltungen:
Hilfestellungen für Gemischtbetriebe:
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