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TRACES

04.09.2020


TRACES ist die Abkürzung für TRAde Control and Expert System.

TRACES ist ein Online-Programm der EU, in dem die gewerblichen Tierverbringungen innerhalb der EU und die Einfuhr von Tieren und Waren tierischen Ursprungs aus Drittländern in die EU abgebildet werden und das die notwendigen einheitlichen Veterinärbescheinigungen zur Verfügung stellt, die in VO (EG) Nr. 599/2004 niedergelegt sind.

Seit der Gültigkeit der VO (EG) Nr. 1069/2009 werden aufgrund von Art. 48 auch bestimmte tierische Nebenprodukte beim innergemeinschaftlichen Handel in TRACES eingestellt.

Haben Drittländer mit der EU abgestimmte Veterinärzertifikate für Tiere oder Waren tierischer Herkunft erarbeitet, werden diese in TRACES eingestellt, so dass bei der Versendung dieser Tiere oder Waren aus der EU in das jeweilige Drittland die Verbringung ebenfalls in TRACES einzustellen ist.

Bei der Einfuhr von Tieren in die EU wird ein CVEDA-Dokument erzeugt.

Bei der Einfuhr von Waren tierischer Herkunft in die EU wird ein CVEDP-Dokument erstellt.

Beim innergemeinschaftlichen Handel von Tieren oder tierischen Nebenprodukten, die eine Veterinärbescheinigung benötigen, wird eine INTRA-Bescheinigung erstellt.

Die Einstellung von Tierischen Nebenprodukten (bei denen keine Veterinärbescheinigung benötigt wird) erzeugt eine DOCOM-Meldung.

Die Verwendung von TRACES bei der Ausfuhr von Tieren oder Waren tierischer Herkunft aus der EU in ein Drittland führt zu einer EXPORT-Bescheinigung.

Da die Veterinärbescheinigungen nur von den Veterinärämtern ausgestellt werden können, verfügt jedes Veterinäramt über einen TRACES-Zugang.

Das Veterinäramt hat die Möglichkeit (nicht die Verpflichtung!), Unternehmen einen TRACES-Zugang einzurichten, so dass das Unternehmen die allgemeinen Angaben zu der Verbringung (am Handel beteiligte Unternehmen, Transporteur, Angaben zu den Tieren/Waren, Angaben zu dem Transport) in TRACES einpflegen kann und das Veterinäramt lediglich noch die notwendige Veterinärbescheinigung erstellt.

Das TRACES-System wird gerade neu programmiert und einzelne Bereiche je nach Fertigstellung zur Verfügung gestellt.

Um diese beiden TRACES-Systeme auseinanderhalten zu können, wird das bisherige TRACES als TRACES-Classic und das neue als TRACES-NT (New Technology) bezeichnet.

Die Einfuhrzertifikate in die EU müssen bereits komplett in TRACES-NT erstellt werden. TRACES-NT erzeugt dabei nicht mehr ein CVED-Dokument, sondern ein CHED (Common Health Entry Documents ) (Tiere: CHED-A; tierische Produkte CHED-P; Lebensmittel und Futtermittel nicht tierischer Herkunft: CHED-D; Pflanzen, Pflanzenerzeugnissen und andere Gegenstände (gemäß Artikel 47 Absatz 1 Buchstaben c bis f der OCR und der Durchführungsverordnung der Kommission (EU) 2019/66), für die eine phytosanitäre Bescheinigung notwendig ist und die bei ihrer Einfuhr in die Union behördlichen Kontrollen unterliegen: CHED-PP).

Alle anderen Meldungen erfolgen weiterhin über TRACES-Classic.

Es ist beabsichtigt, dass voraussichtlich Ende 2020/Anfang 2021 auch die INTRA- und DOCOM-Meldungen in TRACES-NT erfolgen müssen. Ein genauer Termin für die Umstellung steht noch nicht fest.

Während im TRACES-Classic das Veterinäramt ggf. einem Unternehmer und das LAVES dem Veterinäramtmitarbeiter den TRACES-Zugang eingerichtet hat, ist bei TRACES-NT das Vorgehen ein anderes. Eine Beschreibung finden Sie unter folgendem Link auf der Internetseite des Friedrich-Loeffler-Instituts: https://traces.fli.de/Pages/Verwaltung.html

Das Veterinäramt hat dann die Aufgabe, den antragstellenden Unternehmer bzw. Benutzer zu validieren oder abzulehnen. Das Gleiche gilt in Niedersachsen für das LAVES, das die Veterinäramtmitarbeiter validiert oder ablehnt.

Genauere Informationen über den Aufbau von TRACES-NT für den INTRA- und DOCOM-Bereich liegen dem LAVES noch nicht vor.

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